Dr. Klaus Zumwinkel, Vorstandsvorsitzender Deutsche Post World Net

„Unternehmen sind heute mehr als jemals zuvor einem starken internationalen Wettbewerb unterworfen. Die Konzentration auf Kernkompetenzen und das Outsourcing von Geschäftsprozessen sind wichtige Strategien zur Steigerung des Gewinns und zur Senkung des Unternehmensrisikos. In ihrem Buch betrachten Dietmar Fink und Christoph Wamser diese Konzepte aus einer neuen Perspektive. Sie zeigen, wie mit den Ressourcen starker Partner ein neuer Wachstumskurs beschritten werden kann – auch am Beispiel der Deutschen Post World Net, die mit ihrer lang¬jährigen Erfahrung als kompetenter und zuverlässiger Outsourcing- und Logistikpartner einer der Vorreiter auf diesem Erfolg versprechenden Wachstumsweg ist.“

Ähnlich deutlich bringt eine Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey den mangelnden Erfolg vieler Akquisitionsstrategien auf den Punkt: Gut 60 Prozent aller Übernahmen, die europäische Firmen in den letzten zehn Jahren in den USA getätigt haben, beurteilen die Berater als „glatte Fehlschläge“; umgekehrt gilt das gleiche Verhältnis. Und in beiden Fällen, beim organischen ebenso wie beim akquisitorischen Wachstum, ist das Risiko des Scheiterns immer häufiger ein existenzielles – für das Unternehmen selbst und auch für die Führungskräfte, die für den eingeschlagenen Weg in der Verantwortung stehen. Nicht selten bedeutet eine fehlgeschlagene Wachstumsstrategie für sie das persönliche Aus.

Dr. Arno Balzer, Chefredakteur Manager Magazin

„Mit ihrem wachstumsorientierten Outgrowing-Konzept setzen die Autoren einen intelligenten Gegenpol zu der momentanen Outsourcing-Welle, die vor allem auf Kostensenkung und Arbeitsplatzabbau abzielt. Ich empfehle dieses Buch jedem,
der positiv nach vorne blickt und gewillt ist, etwas gegen die Wachstumslethargie in unserem Land zu tun.“

Wenn die bekannten Wege zunehmend ins Leere laufen und die traditionellen Strategien
nicht mehr greifen, sind die Konsequenzen ebenso offensichtlich wie fatal: Viele
Wachstumschancen werden nicht mehr wahrgenommen. Nicht, weil sie nicht vorhanden
wären, sondern weil man das wirtschaftliche und persönliche Risiko scheut – und weil
man ihnen mit den falschen Mitteln begegnet. Doch wir haben auch positive Beispiele aufgespürt – den Konsumgüter-Riesen Procter & Gamble etwa aber auch kleine Spezialisten wie die holländische Versicherung Universal Leven. Unternehmen, die mit beeindruckenden Erfolgen unter Beweis stellen, dass neben der organischen und der akquisitorischen Expansion ein neuer, ein dritter Weg des Wachstums existiert. Ein Weg, der die Risiken der althergebrachten Strategien umgeht: Outgrowing – das Wachstum mit den Ressourcen Dritter.

Dr. Burkhard Schwenker, Sprecher der Geschäftsführung Roland Berger Strategy Consultants

„Wachstum setzt Können und Wollen voraus – und die Kreativität, sich gegen den Trend zu stellen: Wenn aller nur an die Kosten denken, eröffnen sich niemals neue Markt- und Absatzchancen. Wer nach neuen Wachstumswegen sucht, sollte dieses Buch lesen.“

Das Grundprinzip ist nahe liegend und schnell erklärt. Risiken kann man akzeptieren, man kann sie mildern, meiden – oder auf Dritte übertragen. Wenn ein Unternehmen organisch in neue Märkte vordringt, muss es Mitarbeiter einstellen, Maschinen kaufen, Standorte aufbau-en etc. Expandiert es durch Akquisition, werden die vorhandenen Mitarbeiter, Maschinen und Standorte eines anderen Unternehmens übernommen. Im Erfolgsfall kann beides durchaus sinnvoll sein. Stellen sich die erhofften Erfolge jedoch nicht ein, müssen die neuen Mitarbeiter wieder entlassen, die neuen Maschinen verkauft und die neuen Standorte wieder geschlossen werden. Nutzt ein Unternehmen zur Umsetzung seiner Wachstumspläne hingegen die vorhandenen Ressourcen eines starken Partners – seine Mitarbeiter, sein Equipment etc. –, wird die Gefahr des Scheiterns zwar nicht geringer, die daraus entstehenden wirtschaftlichen Folgen jedoch können auf ein überschaubares Maß reduziert werden. Und wenn das Risiko sinkt – das unternehmensbezogene ebenso wie das persönliche Risiko einer Führungskraft –, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass vorhandene Wachstumschancen wieder häufiger wahrgenommen werden.

© DGMF Deutsche Gesellschaft für Managementforschung 2010